„Wir öffnen Tür und Tor“ – Schlüsselübergabe für das modernisierte Gemeindezentrum

Nach gut neunmonatiger Umbauzeit wurde das Gemeindezentrum der Neuapostolischen Kirche Friedrichroda an diesem Samstag feierlich wiedereröffnet. Das Kirchengebäude in der Goethestraße 33 ist von Grund auf renoviert und modernisiert worden.

Bischof Ralph Wittich sowie Architekt Jan Weyh vom beauftragten Bauplanungsbüro SIGMA PLAN ® WEIMAR GMBH übergaben am Vormittag im Beisein von Bürgermeister Thomas Klöppel und Gemeindevorsteher Roland Möller das modernisierte Gemeindezentrum an die Geschwister der Gemeinde Friedrichroda.

Neben dem Bürgermeister und dem Bischof waren der stellvertretende Superintendent Dr. Gregor Heidbrink der evangelisch lutherischen Kirchgemeinde, Geschwister aus dem gesamten Kirchenbezirk Gotha, die Partnergemeinde Altenburg, Freunde und Nachbarn, sowie die beteiligten Baufirmen erschienen. Überraschend für die meisten Geschwister war der Besuch des Bezirksapostels i.R. Wilfried Klingler. Dieser war gekommen, um mit den Geschwistern den Tag zu verbringen und an dem schönen Ereignis teilzuhaben.

In seiner Ansprache würdigte Bischof Ralph Wittich den reibungslosen Bauablauf und sprach den beteiligten Firmen und Handwerkern einen herzlichen Dank für die hochwertige Arbeit und die rechtzeitige Fertigstellung aus. Das Bauplanungsbüro würdigte neben der guten Arbeit der beteiligten Firmen die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und das persönliche Engagement der Geschwister. Bürgermeister Thomas Klöppel bedankte sich für die Einladung und wünschte der Gemeinde alles Gute. „Gern komme ich wieder, ich habe mich wohlgefühlt“, war das Resümee des Bürgermeisters.

Erstmalig für die Gemeinde Friedrichroda fanden sich Bezirksapostel i.R. Wilfried Klinger, Bischof Ralph Wittich, die Bezirksämter des Kirchenbezirkes Gotha und die Gemeindevorsteher der Gemeinden Friedrichroda und Altenburg, sowie der stellvertretende Superintendant Dr. Gregor Heidbrink vor dem Altar zu einem gemeinsamen ökumenischen Gebet ein. Ein tiefgreifendes emotionales Gebet, erfüllt mit Dank und Hoffnung für die Zukunft –  ein Zeichen der Verbundenheit und Zusammengehörigkeit aller Christen.

Neuapostolische Christen wollen ihr christliches Engagement auch künftig in die Ökumene einbringen. Auf einer Basis des gegenseitigen Vertrauens und der Offenheit soll der ökumenische Dialog weiter vertieft werden. Der Glaube an das Evangelium Jesu Christi soll Orientierung an christlichen Werten sein, vor allem aber geprägt von der Liebe zu Gott und dem Nächsten.

Neben der guten Verpflegung wurden die Gäste und Geschwister mit unterschiedlichsten Programmbeiträgen verwöhnt.

So erläuterte zunächst Jan Weyh allen Interessierten architektonische Elemente und deren Bedeutung für dieses Kirchengebäude aus dem Blickwinkel eines Architekten. 

Musikalische Beiträge des Seniorenchores aus dem Kirchenbezirk Gotha, des evangelischen Posaunenchores und eines Friedrichrodaer Mundharmonikaensembles erfreuten die Gäste. 

Die Partnergemeinde überraschte mit Beiträgen in Altenburger Mundart. Natürlich war es für die „Einheimischen“ nicht immer so einfach, dem mundartlichen Dialekt zu folgen. Jedoch war es eine schöne Abwechslung, die zum Schmunzeln einlud. 

In einem kleinen Abschlusskonzert erfreuten Ilmenauer Geschwister am späten Nachmittag die Zuhörer in der immer noch voll besetzten Kirche . Das von allen gesungene Lied „Nun danket alle Gott“ bildete den eindrucksvollen Abschluss eines beeindruckenden Tages.

„Es war ein wunderschöner Tag“ – so die einhellige Meinung von Glaubensgeschwistern und Gästen.

In einem Festgottesdienst am 9. Oktober 2016 mit Apostel Rolf Wosnitzka werden die Gemeinden Friedrichroda und Tambach-Dietharz zu einer Gemeinde fusionieren und das modernisierte Gemeindezentrum fortan nutzen.