Schon am Eingang der Kirche wurden die Kinder aktiv einbezogen: Jedes Kind durfte seinen Namen und seine Gemeinde auf ein Herz aus Gips schreiben. Diese Herzen wurden anschließend an ein großes Herz im Altarbereich angehängt. Den Gottesdienst führte der Kinderbeauftragte Priester Christian Schramm durch, welcher die Herzen der Kinder durch seine Art im Handumdrehen eroberte. Das Bibelwort war 1. Samuel 16,7: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an." Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes gestalteten die Musikzwerge sowie die Musik-Kids und ein Instrumentalensemble. Anschaulich spielten Kinder aus der Gemeinde Oelsnitz die biblische Geschichte von der Salbung durch Samuel nach: Samuel sollte im Auftrag Gottes einen neuen König finden. Doch weder Größe, Stärke, Weisheit oder gutes Aussehen gaben den Ausschlag, sondern die Herzenseinstellung. Schließlich wurde David, der jüngste und unscheinbare Junge, von den Schafen auf dem Feld geholt – denn auf seine innere Haltung kam es an.
Im weiteren Gottesdienstverlauf wurde eine Religionslehrerin an den Altar gebeten, verbunden mit der Aufgabe an die Kinder, diese zu beschreiben. Es wurden einige Fragen gestellt und die Kinder bemerkten schnell, dass es nicht so einfach ist, einen Menschen allein nach dem Äußeren einzuschätzen.
Nach dem Gottesdienst erhielt jedes Kind ein liebevoll verpacktes Kindertagsgeschenk: Zwei Armbänder mit der Aufschrift „miteinander – füreinander", sowie ein kleines leuchtendes Herz. Auf der Treppe vor der Kirche wurde bei strahlendem Sonnenschein ein Gemeinschaftsfoto gemacht. Wow, da wurde erst richtig deutlich, wie viele gekommen waren!
Danach machten sich alle auf den rund zwanzigminütigen Spaziergang zum Bauerngut nach Rödlitz. Dort war bereits das Mittagessen vorbereitet und jeder konnte sich seinen leckeren Burger ganz individuell zusammenstellen.
Im Anschluss ging es gestärkt ins Freie. Nach einem gemeinsamen Gebet gab es zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zu sein. Zuerst war etwas Teamgeist gefragt: Die Kinder sollten sich der Größe nach in einer Reihe aufstellen. Miteinander sprechen war auch bei der nächsten Aufgabe gefragt: das Aufstellen nach der alphabetischen Reihenfolge ihrer Vornamen. Auf diese Weise lernten sich die Kinder etwas kennen.
Danach standen eine Hüpfburg, Bastel- und Malangebote, Outdoorspiele, Fußball und vieles mehr zur Auswahl. Wer es ruhiger mochte, nutzte den „Raum der Stille", wo vorgelesen wurde – besonders für die jüngeren Kinder ein schöner Rückzugsort. Auch die Erwachsenen hatten Gelegenheit zum Austausch untereinander oder Mitmachen.
Viel zu schnell verging die gemeinsame Zeit, und gegen 15:00 Uhr waren die Tische erneut mit reichhaltigen Kuchen- und Obstplatten gedeckt, welche von Geschwistern aus allen Gemeinden des Bezirkes bereitgestellt wurden. Einige Kinder gingen nach dieser erneuten Stärkung wieder ins Freie, um die Gemeinschaft und das tolle Wetter zu genießen. Aber dann hieß es auch Abschied nehmen, um die Heimfahrt anzutreten.
Neuapostolische Kirche