Bezirkssonntagsschule im Bezirk Gotha

An zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen erlebten die Sonntagsschüler ihren Unterricht zum Thema „Die Heilung der 10 Aussätzigen“ auf interessante und einprägsame Art und Weise.

In Meiningen erfuhren die Kinder durch ihre Sonntagsschullehrerinnen, wie schlimm es ist, ausgegrenzt zu sein. Die Aussätzigen zur Zeit Jesu mussten abgeschieden leben und wurden von den Dorfbewohnern gemieden. Auch heute gibt es Ausgrenzung, im Sport – du bist zu klein, zu langsam, zu ungeschickt.

Ausgegrenzt sein ist schlimm. Wir Kinder wollen niemanden ausgrenzen – da waren sich alle einig.

In Gotha begaben sich die Kinder auf eine Zeitreise. Sie verglichen die Neuzeit mit dem Mittelalter und mit der Zeit, in der Jesus auf Erden gelebt hat. Sie lernten die verschiedenen Lebensumstände kennen und merkten bald, dass es für die Menschen damals sehr schlimm war, wenn sie aussätzig waren. Finn teilte sein Wissen, dass es sich bei Aussatz bzw. Lepra um eine „chronisch bakterielle Infektionskrankheit“ handelte.

Wie glücklich waren die zehn Kranken, als sie nach der Begegnung mit Jesus geheilt wurden – doch nur einer kehrte zu Jesus zurück und bedankte sich.

Wofür hast du heute schon danke gesagt? Wofür können wir dankbar sein?
Die zahlreichen Antworten zeigten, dass es am Sonntagmorgen schon viele Gelegenheiten gab, danke zu sagen und dass es vieles gibt, wofür wir von Herzen dankbar sein können.

Besonders viel Freude bereitete den Sonntagsschülern in Meiningen und Gotha das Nachspielen der Begebenheit. Mehrere Kinder wollten am liebsten denjenigen spielen, der sich bei Jesus bedankt. Dieser Wunsch machte deutlich, dass die Erkenntnis der Geschichte schon tief im Herzen verankert war.

Im Anschluss feierten die Kinder gemeinsam mit Bezirksevangelist Weyh (in Meiningen) und Priester Polster (in Gotha) Sündenvergebung und Heiliges Abendmahl.

Am Ende der Stunde waren sich alle einig: Bezirkssonntagsschule macht Spaß, die soll es im nächsten Jahr wieder geben!

M.P./A.P.