Familiengottesdienst in Meiningen

Zu einem gemeinsamen Gottesdienst trafen sich Familien mit Kindern des Bezirks. Im Mittelpunkt des diesjährigen Familiengottesdienstes stand das Gebet (Lukas 11,1).

Die Bitte der Jünger "Herr, lehre uns beten" rührte daher, dass sie merkten: Jesus spricht anders mit Gott als sie es gelehrt bekamen, anders, als es im Alten Bund üblich war. Jesus bezeichnete Gott als seinen Vater.

"Wie reden wir mit unseren Eltern? Wie reden wir mit Gott?", fragte Bezirksältester Schneider in seinem Dienen. Und er gab auch gleich die Antwort: "Wie mit einem, von dem wir uns geliebt wissen." Wir können Vertrauen zu Gott haben. Gott weiß zwar alles, aber er freut sich, wenn wir zu ihm beten. Kinder kommen ja auch zu ihren Eltern – und das hoffentlich nicht nur, wenn sie etwas brauchen, sondern mit allem, was sie bewegt. So wollen wir es auch beim lieben Gott machen.

Gemeinsames Beten in den Familien ist wichtig! Es ist nicht nur ein Gespräch mit Gott, sondern stärkt den Zusammenhalt und ist Wertschätzung zugleich. Dazu muss man sich aber Zeit nehmen und nicht nur "schnell mal beten". Diesen Gedanken vertiefte auch Bezirksevangelist Solbrig in seinem Dienen. "Habt ihr schon mal den Heiligen Geist gespürt beim Beten oder ist euer Gebet nur eine Einbahnstraße?" Dann müsst ihr euch mehr Zeit nehmen, damit Gott auch antworten kann, damit wir die Antwort in uns spüren.

Besonders viel Freude bereitete es den Kindern, dass sie aktiv mitwirken konnten. Immer wieder reckten sich Finger in die Höhe, als es darum ging, was alles zum Gebet dazugehört. Bezirksältester Schneider fasste am Schluss alles mit den 4 Punkten zusammen: Anbetung, Dank, Bitte und Fürbitte. Aber auch das "Wie" blieb nicht unbeantwortet. Und es wurde wieder deutlich: Kinder sind sehr aufmerksame Beobachter und wissen genau Bescheid, wie gebetet wird.

Es war eine Freude, zu sehen, dass die Kinder ihren Familiengottesdienst mitgestalten, z.B. im Kinderchor, welcher von Mal zu Mal mehr Kinder anlockt. Ein weiterer Höhepunkt war das Vorspiel von Jannis auf dem Akkordeon sowie der KiMaPa-Chor (Kinder-Mama-Papa-Chor) aus Steinbach-Hallenberg. Und wenn man genau hinschaute, konnte man bei den Kleinsten in der Bank schon den einen oder anderen "Nachwuchsdirigenten" entdecken...

A.P.