Grundsteinlegung für neues Gemeindezentrum

Mit dem 2. August 2013 begann die erste Phase der Errichtung eines Kirchenneubaus für die Gemeinden Schmalkalden, Viernau und Steinbach-Hallenberg. Zur feierlichen Grundsteinlegung hatten sich am späten Nachmittag ca. 100 Glaubensgeschwister, Vertreter der Stadt und Zaungäste versammelt.

Ein schattenspendendes Zelt, Tontechnik und reichlich Verpflegung fanden geeignete Plätze im unwegsamen Gelände.

Nach dem Chorlied „Großer Gott, wir loben dich“, welches von den anwesenden Chormitgliedern der drei Gemeinden vorgetragen wurde, eröffnete Bischof Ralph Wittich mit kurzen Begrüßungsworten und Gebet dieses besondere Zusammensein.

Als Bibelwort diente 1. Korinther 3, 11:

„Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“

In der folgenden Ansprache kam zum Ausdruck, dass entgegen aller Tendenzen der Gottentfremdung hier symbolisch ein Zeichen der Hoffnung gesetzt würde. Dies sei durch die Spendenbereitschaft der Glaubensgeschwister der Gebietskirche Sachsen/Thüringen möglich geworden. Der Bischof stellte auch die Dankbarkeit der Gemeinde vor Augen, die in einer Zeit der Unsicherheit und des Egoismus eine Begegnungsstätte erhalte, in der die Bedeutung geistigen Reichtums verkündigt werden könne. Sein Wunsch sei die Entwicklung einer anbetenden und lobenden Gemeinde.

Die Bedeutung des Wortes Grundstein/Fundament aus geistlicher Sicht wurde anhand des Bibelwortes 1. Petrus 2, 5 erläutert:

„Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.“

Fundament (lat. fundamen = Grundstein) sei hier übertragen zu Christus als den Eckstein zu sehen. So stehe dieses Wort symbolisch für Christus als Fundament jeder christlichen Gemeinde, in der die Gläubigen als „lebende Steine“ die Bauhülle mit Leben füllen sollen. Hier sei der Ort, wo man Gott begegnen könne, wo Trost und Vergebung der Sünden erfahrbar sei. Der Bischof unterstrich diesen Gedanken mit dem Bibelwort Epheser 5, 32:

„Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.“

Obwohl man das Fundament nicht sehe, sei es doch da. So erinnere der Grundstein immer wieder an das eigentliche Fundament der Kirche – Christus. Er äußerte den Wunsch, dass hier als zentraler Ort der Wortverkündigung und der Feier des Heiligen Abendmahles auch Kinder mit Wasser und Heiligem Geist getauft werden, Konfirmanden eingesegnet werden, Paare Gottes Segen erhalten und Traurigkeit über den Tod neue Hoffnung erfährt.

Im Anschluss ergriff in Vertretung des Bürgermeisters der 1. Beigeordnete, Herr Rainer Rudolph, das Wort und überbrachte die besten Wünsche der Stadt Steinbach-Hallenberg sowohl für die Bauphase und als auch für das spätere Gemeindeleben.

Nun erfolgte das Einlegen der „Zeitkapsel“, die gefüllt ist mit der Urkunde der Grundsteinlegung, unterzeichnet vom Kirchenpräsidenten der Gebietskirche Sachsen/Thüringen, Bezirksapostel Wilfried Klingler, mit der Tagesausgabe der regionalen Zeitung „Freies Wort“, mit einem Satz aktueller Euro-Münzen, mit einer Ausgabe der Kirchenzeitschrift „Unsere Familie“ sowie mit diversen Bauzeichnungen vom neuen Objekt.

Mit den symbolischen drei Hammerschlägen – der erste für Gott, dem Geber aller guten und vollkommenen Gabe, der zweite für die Neuapostolische Kirche und der dritte für eine segensreichen Entwicklung der Gemeinde Steinbach-Hallenberg – besiegelte Bischof Wittich die feierliche Grundsteinlegung. Im anschließenden Gebet kam der Dank der Geschwister für die Segnungen Gottes und die Bitten für einen weiteren gesegneten Fortgang der Bauarbeiten zum Ausdruck. Die abwechslungsreichen Liedvorträge der ca. 30 Sängerinnen und Sänger gaben der Veranstaltung einen würdigen Rahmen.

Zum Schluss ergriff Bezirksältester Ralf Schneider das Wort und lud alle Anwesenden ein, dieses denkwürdige Ereignis gemeinsam zu feiern. Für reich gedeckte Tische hatten die Glaubensgeschwister bereits gesorgt.

F.H./Fotos: M.V./F.H.