Kinder- und Familien-Gottesdienst

Ungewöhnliche Fragen, zeitgemäße Bezüge und liebevolle Hinweise – so könnte im Inhaltsverzeichnis zum Gottesdienst stehen. Das gemeinsame Erleben brachte viel Freude und reichlich Aufgabenstellungen für das Alltagsgeschehen.

Mit einer bunten Einladung waren alle Kinder mit ihren Familien und Freunden, Vorstehern und Kinderlehrern zum Familiengottesdienst nach Meiningen eingeladen worden.

Zur Begrüßung hatten Kinder ein "Herzliches Willkommen in Meiningen" mit farbiger Kreide auf die Gehwegplatten vor dem Eingang der Kirche geschrieben und dazu "Wir haben Freude zu verschenken".

Es war ein schönes Bild, wie die Familien nach und nach den Kirchenraum füllten. Vor dem Gottesdienst verkürzten Instrumentalbeiträge die Wartezeit – Markus Kessler trug am Klavier ein Stück vor und Julian Gramann spielte auf seiner Harmonika. Auch sonst gestalteten die Kinder mit ihren Beiträgen den Gottesdienst mit.

Das Bibelwort "Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch" (Jakobus 4, 7) bildete die Grundlage für den Gottesdienst. Bezirksältester Schneider machte deutlich, dass die Familien immer häufiger Angriffspunkt des Teufels werden. Wie beim Hochwasser muss man einen Damm bauen, damit nicht alles in die Familien hinein schwappt. Dieser Schutzwall ist die Gottesfurcht. Wichtig ist es, darauf zu achten: Was erzähle ich nach dem Gottesdienst? Spreche ich über das schöne Erleben oder nur über die Dinge, die nicht in Ordnung waren. Das hören dann die Kinder...
Es ist wichtig, dass man sich Zeit für seine Familie nimmt, dass man spürt, wenn jemand besondere Zuwendung braucht. Trotz aller Anstrengung im Alltag wollen wir die Kinder als ein Geschenk Gottes sehen und uns auch für den Partner bewusst Zeit nehmen.

Anschließend wurden die Kinder im Besonderen angesprochen und durften auf die Fragen antworten: Im Hinblick auf das Textwort "Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch" fragte der Bezirksälteste: "Wie sieht denn der Teufel überhaupt aus?" Keiner konnte diese Frage beantworten und auch der Bezirksälteste musste zugeben, dass er es nicht weiß. Der Teufel würde es auch am liebsten sehen, wenn wir vergessen, dass es ihn gibt. Aber auf die Frage, wer ist der Teufel, konnten alle gemeinsam schnell die Antwort finden: ein Bösewicht, der Gegner Gottes.
Wie können wir ihn besiegen? Wenn wir das tun, was ihm nicht gefällt! Worüber ärgert er sich? "Wenn wir beten, wenn wir in den Gottesdienst gehen, wenn wir lieb sind und auf Mama und Papa hören", waren nur einige der Antworten.
"So ist es – und dann lässt uns der Teufel auch eine Zeit in Ruhe, weil ihm das nicht gefällt."
Der Teufel ist der Einzige, den wir ruhig ärgern können! Dieser Ausspruch des Bezirksältesten zauberte bei vielen Zuhörern ein vergnügtes Lächeln aufs Gesicht. Ob es gelingt?!