Kinder- und Familientag

In luftiger Höhe erlebten die Kinder des Kirchenbezirkes Meiningen Jesus Christus als den guten Hirten. Doch auch ein echter Hirte mit seinen Schafen erzeugte viel Aufmerksamkeit.

Der diesjährige Kinder- und Familientag im idyllisch gelegenen Vesser stand unter dem Motto „JESUS CHRISTUS – DER GUTE HIRTE“.

Obwohl Bezirksältester Schneider und Bezirksevangelist Solbrig das Wochenende gemeinsam mit der Jugend des Bezirkes im „Jugendgästehaus Mittendrin“ in Untermaßfeld verbrachten, ließen sie es sich nicht nehmen, den Kindern des Bezirkes und deren Eltern einen Besuch abzustatten.

In das gemeinsame Gebet wurden neben einem herzlichen Dankeschön für den strahlenden Sonnenschein auch die Wünsche der Kinder für diesen Tag eingebettet. Dann stimmten sich die Kinder mit Liedern auf das Thema des Tages ein und bereiteten sich musikalisch auf den am 23. September stattfindenden Kindergottesdienst der Kirchenbezirke Gotha, Erfurt und Meiningen vor.

Zu Beginn der Spiele wurde ein Kind gewählt, welches für diesen Tag „das Schäfchen“ sein sollte, auf das es besonders zu achten galt. Mehr gab es nicht zu erfahren.

Nun wurde fleißig gebastelt und gewerkelt, gerätselt und gemalt - rund um das Thema „Hirte und Schafe“. Das reichte von einer improvisierten Schafschur mit Rasierschaum und Luftballons bis hin zu selbstgebastelten Kunstwerken aus Wolle und Naturmaterialien.

Sogar ein echter Schäfer war vor Ort. Er erklärte die Aufgaben eines Hirten und die Besonderheiten bei der Arbeit mit den Schafen. Er wurde nicht müde, die vielen Fragen der Kinder und Erwachsenen zu beantworten. Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Weste des Schäfers 52 Knöpfe hat? 42 große Knöpfe, die die Zahl der Hütewochen im Jahr symbolisieren und 10 kleine für die Wochen der Stallzeit? Großes Interesse fanden auch die Schilderungen über den Schäferstab, das Weiden an sich, die Hütehunde, das Leitschaf und die Lämmer.

Der Duft von Bratwürsten überzog den Platz und nach einem leckeren Mittagessen machten sich alle auf den Weg, um echte Schafe zu betrachten. Diese standen eingekoppelt auf einer Wiese und wussten mit dem „vielen Besuch“ nichts anzufangen.

Auf dem Rückweg wurde plötzlich „unser Schäfchen“ vermisst. Also mussten alle den steilen Berg wieder hinuntergehen und es suchen. Zum Glück war es schnell gefunden und vom Bezirksbeauftragten für die Kinder – dem „guten Hirten“ – nach Hause getragen. Nun wollte am liebsten jeder das Schäfchen sein, denn alle anderen mussten sich zu Fuß wieder den Berg hinauf begeben.

Doch oben angekommen konnten sich alle mit erfrischenden Getränken versorgen. Als Dankeschön für die Mühen wurde die „Geschichte vom verlorenen Schaf“ vorgelesen.

Mit seinen Ideen und kindlichen Gedanken brachte das Schaf „Wolle“, wie es in dieser Erzählung hieß, viele zum Schmunzeln und Nachdenken. Anregende Gespräche und viel Zeit zum Spielen rundeten diesen Erlebnistag ab. Zum Ausklang konnte noch eine leckere Kaffeetafel geplündert werden.