Traditionelles Frühjahrskonzert im Bezirk Gotha

Es muss an dem frühlingshaften, sonnigen Samstag liegen, dass bei den Konzertbesuchern und Akteuren des Tages eine freudige und offenherzige Grundstimmung spürbar ist.

17 Uhr im Gemeindezentrum Gotha: Vorsteher Herbert Ludwig heißt die Anwesenden zu dem schon zur Tradition gewordenen geistlichen Frühjahrskonzert von Chor und Orchester des Kirchenbezirkes Gotha herzlich willkommen und spricht zunächst ein Gebet. Zur Einstimmung zitiert er dann ein Sprichwort:

Zufrieden sein ist große Kunst,
zufrieden scheinen - blasser Dunst.
Zufrieden werden - großes Glück,
zufrieden bleiben - Meisterstück!

Das Konzert beginnt mit dem Liedvortrag von Chor und Orchester „Singet dem Herrn ein neues Lied“. Die musikalische Leitung hat Schulungsdirigent Frank Müller inne. Markus Weyh aus Ilmenau führt durch das Programm. In seinen Worteinblendungen beleuchtet der Moderator einfühlsam und mit Blick auf Jesus Christus den Begriff „Frieden“ und betont die diesbezügliche Verantwortung des Christen.

„Ins Wasser fällt ein Stein“, ein Chorlied mit Klavierbegleitung; die Ausbreitung der „Wellen“ - der göttlichen Liebe - ist spürbar.

An Johann Sebastian Bach kommt man bei einem geistlichen Konzert eigentlich nicht vorbei - eine gewisse Herausforderung für Sänger und Musiker die Beiträge „Sieh an, o Herr, es steht vor dir“ und „Herr, dir sei Dank“. Beeindruckend auch Max Höltings „Selig sind, die Gottes Wort hören“ mit der jungen Sopranistin Evelin Bäumler aus Crawinkel. Ein Highlight vom Kammerchor ist der Liedvortrag „Frieden in der Angst der Welt“, gesetzt im recht selten verwendeten 5/4-Takt. Neben weiteren musikalischen Kostbarkeiten gestaltet sich Mendelssohn-Bartholdys Chor- und Orchesterwerk „Verleih uns Frieden“ gewissermaßen zum Höhepunkt des Konzertes. Ein Ergebnis, eine definitiv fassbare Schlussaussage ist vernehmbar im Liedvortrag „…mir ist wohl in dem Herrn“. Verdienter Beifall für alle Mitwirkenden.

Bezirksevangelist Stephan Splissgart tritt an den Altar; ein abschließendes Gebet folgt. Andächtige Stille herrscht in der Kirche, gedenkt man doch in Besonderheit der Menschen, die in den Katastrophengebieten Japans und in Krisengebieten weltweit Schweres ertragen müssen. Gott möge Hilfe bereiten, gute Wünsche sollen einen jeden begleiten. Ein ganz besonderer Zuspruch - der Aaronitische Segenswunsch. Als Schlussvortrag erreicht dieser die Herzen der Zuhörer:

„Der Herr segne und behüte dich“.

G.G./J.F.