Grundsteinlegung in Arnstadt

Endlich war es soweit, der Grundstein für das neue Gotteshaus in Arnstadt konnte gelegt werden. Das alte Kirchengebäude an gleicher Stelle war im vergangenen Jahr abgerissen worden, da eine Sanierung nicht sinnvoll war. Die feierliche Grundsteinlegung leitete Bischof Thomas Matthes.

Am 29. März 2005 war es soweit, der Grundstein für das neue Gotteshaus in Arnstadt konnte gelegt werden. Das alte Kirchengebäude an gleicher Stelle war im vergangenen Jahr abgerissen worden, da eine Sanierung nicht sinnvoll war. Die feierliche Grundsteinlegung leitete Bischof Thomas Matthes.

Der Bischof hob hervor, dass in Arnstadt bereits seit ca. 100 Jahren Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche stattfinden. Bezüglich des inzwischen abgerissenen alten Kirchengebäudes sagte er, dass dieses auf eine noch längere Vergangenheit zurückblicken konnte.

Damit das neue Gebäude ebenso beständig sein kann, muss es auf festen Grund gebaut sein. In diesem Zusammenhang wies Bischof Matthes auf die besonderen Umstände bei den Gründungsarbeiten hin. Wegen eines früher im Bereich der Fundamente verlaufenden Flussbettes mussten mehrere Bohrungen in das Erdreich eingebracht werden, um mit Fundamentbalken und Bodenplatte eine dauerhafte Tragfähigkeit zu gewährleisten.

Mit Blick auf unser Glaubensleben erwähnte der Bischof die Worte des Apostels Paulus "Einen andern Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus" (1. Korinther 3,11). Bemerkenswert sei, so der Bischof weiter, dass man das Fundament nach Fertigstellung des Gebäudes nicht mehr sehen könne, obwohl doch jeder wisse, dass es wirklich da sei.

fileadmin/redaktion/bezirk-gotha/2005/2005-03-arnstadt-grundsteinlegung-arnstadt/3009_w131_3198_1.jpg

Das abgerissene alte Gebäude, in dem mehr als fünf Jahrzehnte die Gottesdienste stattfanden, beherbergte ursprünglich eine Gaststätte mit dem Namen "Tunnel". Bischof Matthes griff das Bild eines Tunnels auf und hob hervor, dass jeder Tunnel einen Eingang und einen Ausgang hat. Egal, wie lang der Tunnel auch sein mag: am Ende gelangt man wieder zum Ausgang, zum Licht! Bezogen auf unser Glaubensleben wollte der Bischof verdeutlichen, dass es auch nach dunklen, mühevollen und schwierigen Abschnitten wieder hell wird.

Der beauftragte Architekt Ralf Wilhelmi gab kurze Erläuterungen zum neuen Gebäude. Es besteht aus Kirchenraum mit Galerie und Nebenräumen in der oberen Etage. Das Erdgeschoss bietet 85 Plätze, die Galerie 30. Das Gebäude solle ein Gemeindezentrum sein und mit Leben angefüllt werden, so der Architekt.

Anschließend brachte der Architekt eine Hülse in das Fundament ein. Diese enthält eine Urkunde, eine Tageszeitung, eine Zeitschrift "Unsere Familie", einen Zeichnungssatz und einige Münzen. Danach vollzog Bischof Matthes drei symbolische Hammerschläge.

Das letzte Wort überließ der Bischof dem Hausherrn, dem Gemeindevorsteher Reinhard Ganschof. Dieser bedankte sich bei allen Beteiligten und lud zu einem Imbiss ein, den fleißige Hände vorbereitet hatten.

Der Chor und das Männerquartett der Gemeinde trugen mit Liedern wie "Mit dem Herrn fang alles an", "Wie fein und lieblich" sowie "Heilig sei dir jede Stelle" zur Umrahmung der Feier bei.

U.W.

Aus der Gemeindechronik