Jugendtreffen im Beichlinger KiEZ

Rund 200 Jugendliche aus den Bezirken Gera und Gotha erlebten ein gemeinsames Wochenende im Kinder- und Jugenderholungszentrum Beichlingen. Ein Abenteuerwaldlauf und Kultur standen am Sonnabend auf dem Programm; Höhepunkt war der Gottesdienst am Sonntag.

Trotz ununterbrochenem Regen am Freitag, dem 16. September 2005 begaben sich spät am Nachmittag etwa 200 Jugendliche aus den Bezirken Gera und Gotha in das Kinder- und Jugenderholungszentrum (KiEZ) "Der Windberg" in Beichlingen. Schon auf dem Weg dorthin verzogen sich die dicken Regenwolken und die Sonne ließ den Abendhimmel in den schönsten Farben erstrahlen. Nach der Ankunft im KiEZ wurden die Zimmer verteilt und bezogen. Die Dämmerung setzte ein und die Jugendlichen belagerten mehrere Roste, um die mitgebrachten Thüringer Bratwürste zu grillen.

Nachdem alle Jugendlichen eingetroffen waren und sich jeder gestärkt hatte, wurde gegen 21 Uhr das Jugendtreffen offiziell mit einem Gebet durch Bezirksevangelist Splissgart eröffnet. Auch der Geschäftsführer von NAK-karitativ, Bernd Klippert und seine Frau nahmen am Jugendtreffen teil und waren bereits am Freitagabend anwesend.

Im Verlauf des Abends zog es immer mehr Teilnehmer an das wärmende Lagerfeuer. Dort fand der Tag bei angeregten Gesprächen seinen Ausklang - bei einigen früher, bei anderen später.

Die Bezirksältesten Müller und Standke sowie Bezirksevangelist Dietmar Voigt kamen am Samstag pünktlich zur Outdoor-Veranstaltung. Sie begann mit dem Hissen der NAK-Flagge und einem Tagesanfangsgebet. Anschließend wurden die Jugendlichen in sechs Gruppen aufgeteilt. Bei Sonnenschein(!) ging es dann in Richtung Wald. Dort warteten auf einer zirka sieben Kilometer langen Strecke (gefühlte zwölf Kilometer) sechs Stationen auf die jeweils rund 25 köpfigen Gruppen.

Station 1 - Wasserball: Hier standen die Jugendlichen vor der Aufgabe, sechs teilweise mit Wasser gefüllte Gymnastikbälle mit Hilfe von zwei Seidenschals einen Berg hinauf zu transportieren. Dabei kam es auf die beste Knottechnik an.

Station 2 - Bibelquiz: Hier war geistiges Geschick gefragt. Man musste so schnell wie möglich das Lösungswort "Gemeinschaft" erraten.

Station 3 - Beichlinger Cross: Es war eine Strecke im Gelände eines ehemaligen Steinbruches abgesteckt worden, die per Fahrrad zurückzulegen war. Jeweils zwei Jugendliche konnten gleichzeitig fahren, und es wurden die Runden gezählt. Da bereits nach Gruppe 4 nur noch eines von vier Fahrrädern fahrtauglich war, konnten die Ergebnisse der fünften und sechsten Gruppe nicht in die Wertung eingehen.

Station 3a - Mittag: An dieser Station brauchte man sich kaum anzustrengen. Man musste sich einfach an der Schlange anstellen, seine Linsensuppe aus der Gulaschkanone in Empfang nehmen und essen. Pünktlich zum Essen überschattete ein Regenschauer die Gegend; Glück für die, die unter einem Dach saßen. Nach fünf Minuten war der Regen vorbei.

Station 4 - Haribo-Biathlon: Hier musste die ganze Gruppe ran. Es galt, einen sehr steilen Berg zu ersteigen. Oben angekommen, waren mit einem Luftgewehr zwei Schuss auf eine Zielscheibe abzufeuern und als Preis ein Gummibärchen entgegenzunehmen. Dann musste man den Berg wieder heil herunter kommen. Sowohl die Zielscheibentreffer als auch die benötigte Zeit gingen in die Wertung ein.

Station 5 - Strongest Wo-/Men: Starke Männer und Frauen waren hier gefragt. Es mussten möglichst viele leere Bierkästen aneinandergereiht werden. Das war schwieriger, als man dachte. Die Mädels waren übrigens in dieser Disziplin erstaunlich gut.

Station 6 - Cliffhanger: Schon der Name dieser Station jagte manchem Teilnehmer Angst ein, mehr noch die damit verbundene Aufgabe. Man konnte sich die Durchführung nicht so recht vorstellen und wollte am liebsten flüchten. Die Jugendbetreuer hatten eine Art Seilbahn mitten im Wald aufgebaut. 20 Mitglieder aus jeder Gruppe sollten so schnell wie möglich auf einem Gefährt - nur an einem Drahtseil hängend - von einem Baum zu einem anderen über eine größere Senke fahren. Im Nachhinein war alles nur halb so schlimm; einige wären sicher gern noch ein paar Runden gefahren.

Erschöpft wieder im Jugendcamp angekommen, stand zuerst Schuhe putzen und danach Sport und Entspannung auf dem Programm. Eine freudige Überraschung für alle Jugendlichen war der Besuch von Bischof Matthes.

20 Uhr begann die Abendveranstaltung. Im ersten Teil erfolgte die Auswertung des "Abenteuerwaldlaufes". Da sich alle nach ihren Möglichkeiten eingebracht hatten, waren alle SIEGER. Zur Belohnung bekamen die Jugendlichen von ihren Jugendbetreuern ein Neger-Küsschen.

Den zweiten Teil gestaltete die Jugend. Verschiedene Aktivitäten, die im Vorfeld des Jugendwochenendes in beiden Bezirken gelaufen waren (z. B. Konzerte und Bilderbasare, deren Erlös NAK-karitativ zugute kommt), wurden in Bild und Ton vorgestellt.

Nachdem Bruder Klippert im dritten Teil des Programms einen Vortrag über die Arbeit von NAK-karitativ im Tsunamigebiet gehalten hatte, war man gespannt, welcher Geldbetrag bei der Bilderaktion zusammengekommen war. Alle waren erstaunt und zugleich begeistert, als die Jugend einen Scheck von 6000,- Euro an NAK-karitativ überreichte. Sichtlich bewegt und erfreut nahm Bruder Klippert den Scheck entgegen. Auf dieses Ergebnis kann man mit Recht stolz sein, denn das hatte in dieser Größenordnung niemand erwartet. Herzlichen Dank an alle, die sich hier mit eingebracht haben. Das Geld soll zum großen Teil für die Wasseraufbereitungsanlage im Sudan verwendet werden. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle auch noch einmal an Bruder Klippert für sein Kommen und die interessanten Ausführungen.

Bischof Matthes beschloss den Tag mit einem Gebet. Der Tag klang am Lagerfeuer in gemütlicher Runde bei Gesang und angeregten Gesprächen aus.

Am Sonntag wurde der Speisesaal nach dem Frühstück in einen Gottesdienstraum verwandelt. Den Gottesdienst hielt der Bezirksälteste Müller. Bezirksältester Standke, die Bezirksevangelisten Splissgart und Voigt sowie die Jugendbetreuer Seidel, Weyh und Knolle aus dem Organisationskomitee wurden zum Mitdienen gerufen. Somit hatten auch die vier Dirigenten viel zu tun. Das Lied "Unser Vater", das von allen Anwesenden vor dem Heiligen Abendmahl gesungen wurde, war ein zusätzlicher Höhepunkt und berührte die Gottesdienstbesucher ganz besonders.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich alle Jugendlichen zu einem gemeinsamen Gruppenbild. Das Mittagessen bildete den Abschluss eines wieder einmal gelungenen und sonnigen Jugendwochenendes. Wie immer erschien es allen viel zu kurz.

Vielen Dank den Organisatoren, der Leitung und den Mitarbeitern des KiEZ und nicht zuletzt unserem himmlischen Vater, der schönes Wetter schenkte.