Jugendtreffen in Neuhaus

Ein gemeinsames Maiwochenende mit Sport, Spiel und Spass erlebte die Schmiedefelder Jugend zusammen mit den gleichaltrigen "Glaubensgenossen" aus Neuhaus.

Am ersten Maiwochenende 2006 besuchten die Jugendlichen der Gemeinde Schmiedefeld ihre gleichaltrigen "Glaubensgenossen" in Neuhaus, das ebenfalls am Rennsteig, dem Höhenweg des Thüringer Waldes, liegt (es musste also keiner mit einem großen Luftdruckunterschied fertig werden). Nachdem die Schmiedefelder auf ihrer Überfahrt das Pumpspeicherwerk in Goldisthal, das nicht weit von ihrem Ziel entfernt lag, unter die Lupe genommen hatten, checkten sie in die gemütlichen Bungalows der Jugendherberge Neuhaus ein.

Als Treffpunkt mit den Neuhäusern war der Sportplatz verabredet, um dort gemeinsam Fußball zu spielen. Den Körper stärkte man mit Kaffee und Kuchen und dann ging’s um den Ball. Nach dem ehrgeizigen, fairen und schwitzigen Kicken - die "Damen" waren auch voll am Spielgeschehen beteiligt - ging es (wie sollte es anders sein?) unter die Duschen.

In den frühen Abendstunden fuhr man in die etwa 5 km entfernte Glasbläserstadt Lauscha, um sich beim Bowling zu aktivieren. Manche Kugel fand am Anfang nur die Rinne neben der Bahn als Weg zum Ziel oder ging sogar nach hinten los. Aber schlussendlich braucht sich keiner seiner Ergebnisse zu schämen, nicht einmal der 6-jährige Erik, der regelmäßig seine Volltreffer landete.

Nach diesen kurzweiligen 2 Stunden spürte jeder die Leere im Magen immer deutlicher, so dass anschließend die frischgebackenen Bowling-Asse zum Abendbrot in die Unterkunft eilten. Glücklicherweise begaben sich die Grillmeister Andreas und Tobias schon eher zurück in die Herberge, um den Grill zu feuern. Beim Eintreffen des Hauptfeldes war also schon fast alles fertig.

Das Wetter war traumhaft sonnig und windstill (im 836 m hoch gelegenen Neuhaus nicht selbstverständlich - deshalb war viel um schönes Wetter gebetet worden). So konnte im Freien diniert werden. Es wurden originale und deftige Thüringer Bratwürste sowie Rostbrätl gereicht, bis keiner mehr konnte. Die Vorsteher der beiden Gemeinden Klaus Unruh und Matthias Heinz halfen überraschend bei der Vertilgung und bereicherten die Runde.

Nach dem Aufräumen rückte das angefachte Lagerfeuer in den Mittelpunkt des Interesses. In dieser romantischen Atmosphäre waren alle bester Laune und führten viele Gespräche und lachten nicht weniger. Als sich am späten Abend einige verabschiedeten, um in ihren Träumen den Tag noch einmal zu erleben, griff die Regel, dass der Letzte eine Feuerwache zu halten hat. Diese teilten sich ein Schmiedefelder und ein Neuhäuser Jugendlicher.

Sonntagmorgen traf man alle putzmunter im Gottesdienst. Ein mächtiger Chor "schmetterte" die Lieder, da sich durch die Schmiedefelder Jugendlichen die Anzahl der Neuhäuser Sänger verdoppelt hatte. Der Gottesdienst passte sehr schön zu der Gemeinde mit ihrem niedrigem Altersdurchschnitt, weil sich ein großer Teil der Predigt mit dem Verhalten und der gelebten Glaubensüberzeugung im Alltag beschäftigte.

Die Neuhäuser Geschwister luden anschließend zum Brunch in den Kirchenräumlichkeiten ein. Die gute Stimmung war immer noch voll erhalten und so brachen die Schmiedefelder gestärkt (geistig und leiblich) und mit schönen Erinnerungen wieder in Richtung der anderen Rennsteig-"Metropole" auf.