Erster Gottesdienst für Hörgeschädigte in Arnstadt

In der Kirche Arnstadt fand ein Gottesdienst für Hörgeschädigte statt. Bei zwei hörgeschädigten Gästen aus Arnstadt, die schon an einem Gottesdienst dieser Art in anderen Städten teilgenommen hatten, war die Freude über das Erleben "zu Hause" besonders groß.

Die Glaubensgeschwister der Gemeinden Arnstadt und Apfelstädt erlebten am 10. Juni 2007 in der Kirche Arnstadt zum ersten Mal einen Gottesdienst zusammen mit Hörgeschädigten und ihren Gästen aus Thüringen und Sachsen. Warum war gerade Arnstadt für einen solchen Gottesdienst auserwählt worden? Nun, Anfang dieses Jahres fand in Erfurt ein Gottesdienst dieser Art statt, an dem zwei Arnstädter hörgeschädigte Gäste teilnahmen, die danach tief berührt den Wunsch äußerten, weiter seelsorgerisch betreut zu werden. Bisher mühten sie sich - trotz der großen Entfernungen, die zurückgelegt werden mussten -, die besonderen Gottesdienste in den planmäßig vorgesehenen Gemeinden zu besuchen. Jetzt war ihre Freude groß, auch "zu Hause" ein solches Erleben haben zu dürfen. Priester Mayet aus Hannover diente in Gebärdensprache, unterstützt von Priester Schweda und einem Diakon. Der Chorgesang wurde für die Hörgeschädigten von Jugendlichen aus Sachsen übersetzt.

Es war einfach schön: gelebte Gemeinschaft im Gottesdienst und anschließend beim Brunch, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen war. Man hatte sich größtenteils zuvor noch nie gesehen und doch war von Anfang an eine herzliche Atmosphäre spürbar. Schnell kam man ins Gespräch, ohne der Gebärdensprache mächtig zu sein. Auch der Vorsitzende des Landesverbandes der Hörgeschädigten Thüringen e. V., Herr Müller aus Erfurt, war der Einladung zum Gottesdienst gefolgt. Er sagte gern zu, am 14. Oktober erneut nach Arnstadt kommen zu wollen. So freuen sich alle auf ein baldiges Wiedersehen.

S.F.

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