Zum dritten Mal Gottesdienst für Hörgeschädigte in Arnstadt

Seit einem guten Jahr werden auch in Thüringen Gottesdienste für Hörgeschädigte gehalten. Erstmals wurde in einem solchen Gottesdienst in Thüringen das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet.

Seit einem guten Jahr werden auch in Thüringen Gottesdienste für Hörgeschädigte gehalten. Unter den ersten Thüringer Gästen waren damals zwei Arnstädter, die erstmals einen Gottesdienst für Hörgeschädigte in der Neuapostolischen Kirche in Erfurt erlebten. Tief berührt äußerten sie den Wunsch nach Seelsorge. Trotz zum Teil großer Entfernungen bemühten sie sich nun, "ihre" Gottesdienste in den planmäßig vorgesehenen Gemeinden zu besuchen.

Bereits im Herbst 2007, im zweiten Gottesdienst für Hörgeschädigte in Arnstadt, wurden die bereits christlich Getauften durch Bischof Matthes feierlich aufgenommen. Und wieder war die Freude groß, ebenfalls "zu Hause" durch Apostel Wosnitzka am 10. Februar 2008 zusammen mit einem weiteren gehörlosen Bruder aus Schleiz die Heilige Versiegelung zu empfangen. Die ersten drei hörgeschädigten Geschwister aus Thüringen geben Anlass zur Dankbarkeit, bestätigen aber auch, dass "Missionsarbeit vor der eigenen Haustür" nicht vergebens und nach wie vor notwendig ist!

Sowohl die Predigt, alle Handlungen und auch der Chorgesang wurden in die Gebärdensprache übersetzt; sich selbst durch Gebärden begleitend erfreute erneut der Kinderchor. Es war einfach schön: Gelebte Gemeinschaft im Gottesdienst und beim anschließenden Brunch, eine herzliche Atmosphäre herrschte auch diesmal unter den Geschwistern und Gästen - man kennt sich ja mittlerweile schon recht gut. Auch der Vorsitzende des Landesverbandes der Gehörgeschädigten Thüringen e.V., Herr Müller aus Erfurt, war wiederholt der Einladung zum Gottesdienst gefolgt.

Der nächste Termin für Arnstadt steht schon fest: 12.10.2008.

Text:S.F. Fotos:J.F.

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