Jugendtreffen der Bezirke Bamberg und Meiningen

Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die Vorsteher der Bezirke Bamberg (Süddeutschland) und Meiningen (Mitteldeutschland) gemeinsame Tage verbracht haben, trafen sich in diesem Jahr die Jugendlichen beider Bezirke zu einem erlebnisreichen Sonntag im Thüringer Wald.

Am 29. Juni 2008 trafen sich die Jugendlichen der Ältestenbezirke Bamberg/Süddeutschland und Meiningen/Mitteldeutschland bei traumhaft schönem Wetter und sommerlichen Temperaturen inmitten des Thüringer Waldes. Der Tag begann mit einem gemeinsamen Jugendgottesdienst in der am Rennsteig gelegenen Kirche in Schmiedefeld. Das Eingangslied "Der Glaub' ist feste Zuversicht" (GB 159) wies bereits auf die Thematik des nachfolgenden Gottesdienstes hin. Bezirksältester Schneider, begleitet von Bezirksältesten Amschler, den Bezirksevangelisten sowie Vorstehern beider Bezirke, legte das Wort aus Johannes 11, 25.26 zugrunde:

"Ich bin die Auferstehung und das Leben.Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt … Glaubst du das?"

Im Mittelpunkt des Gottesdiensterlebens stand das Thema Glaube und damit verbunden die zentrale Frage aus dem Textwort: Glaubst du das? Damals richtete Jesus diese Worte an Marta, als deren Bruder Lazarus gestorben war. Sie durfte damals dem Gottessohn antworten: "Ja, Herr, ich glaube…" Diese Überzeugung soll auch heute in unseren Herzen stehen.

Bezirksältester Amschler wies in seinem Dienen besonders darauf hin, dass ein lebendiger Glaube auch erlebbar sein muss. Er unterstrich dies durch ein Erleben eines Glaubensbruders, der an seiner Arbeitsstelle keinen leichten Stand hatte und sogar den Gedanken in sich trug, die Arbeitsstelle aufzugeben. An den Rat seines Apostels glaubend, hielt dieser Bruder durch und durfte erleben, wie sich die Verhältnisse zu seinen Gunsten veränderten.

Bezirksevangelist Pflaum riet der Jugend, nicht dabei stehen zu bleiben, unseren Glauben einfach nur zu haben, sondern noch einen Schritt weiterzugehen und ihn auch zu leben und damit gleichsam ein Zeugnis für andere zu sein.

Die Bezirksevangelisten Solbrig und Sacher gingen in ihrem Dienen nochmals näher auf die Frage "Glaubst du das?" ein. Bezirksevangelist Sacher schilderte hierbei eine Begebenheit, bei der ein Hochseilartist in beachtlicher Höhe das Seil überquerte. Anschließend stellte er den Zuschauern die Frage, ob diese glaubten, dass er das auch mit einer Schubkarre schaffe. Die Zuschauer glaubten dies und der Artist lies Taten folgen. Anschließend fragte er, ob die Zuschauer glaubten, dass er dies auch mit einer Person in der Schubkarre schaffe. Euphorisch bejahten die Zuschauer auch dies: "Das glauben wir." Doch auf die Frage des Artisten, wer denn Platz nehmen möge, wurde es ganz still. Plötzlich waren Glaube und Vertrauen ganz klein geworden.

Vor dem Höhepunkt des Gottesdienstes hielt Bezirksältester Schneider noch einen Moment inne und lenkte die Gedanken der Jugend besonders auf den folgenden Sonntag, den Gottesdienst für Entschlafene.

Nach dem Gottesdienst ging es von Schmiedefeld etwa 1 km weiter in das kleine Örtchen Vesser. Dort konnten die Räumlichkeiten des "Offenstalls" für den Tagesfortgang angemietet werden, die neben ausreichend Platz für das nachfolgende gemeinsame Mittagessen auch ein kleines Heimatmuseum beherbergen. Am "Offenstall" angekommen, lag bereits der herzhafte Duft frisch gegrillter Thüringer Rostbratwürste in der Luft. Für das leibliche Wohl hatten junge Geschwister des Meininger Bezirkes gesorgt, die herzhafte Salate zubereitet und auch die Getränkeversorgung abgesichert hatten.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen galt es für beide Bezirke jeweils vier Jugendliche auszuwählen und anschließend bei einem Bibelquiz ihr Wissen unter Beweis zu stellen. Nach einem anfänglichen Vorsprung des Bezirkes Meiningen legte die Bamberger Jugend im Endspurt zu, so dass am Schluss ein Unentschieden verzeichnet werden konnte. Als Belohnung und Dankeschön für die Teilnahme gab es eine besondere Fassung der Heiligen Schrift, handsigniert von Bezirksapostel Klingler, Apostel Wosnitzka sowie Bischof Matthes.

Anschließend verblieb der Jugend Zeit für sportliche Betätigung auf dem angrenzenden Sportfeld. Bei einem freundschaftlichen Fußballspiel stimmte man sich bereits auf das anstehende EM-Finale am Abend ein. Andere Jugendliche nutzten die Zeit und das schöne Wetter für ein wenig Entspannung und gemeinsame Gespräche.

Zum Abschluss war für die Jugend Kaffee und Kuchen bereitet, bevor es dann gegen 16.00 Uhr langsam ans Abschiednehmen ging. Bezirksältester Amschler dankte nochmals im Namen der Bamberger Jugend für die Einladung und das gemeinsame Erleben und sprach gleichsam eine Einladung für die Meininger Jugend für 2009 aus. Bezirksältester Schneider setzte mit einem gemeinsamen Gebet dann den Schlusspunkt unter das Jugendtreffen. Anschließend traten die Jugendlichen die Heimreise an.

Dankbar für das Erleben schöner Stunden in der Gemeinschaft sowie vieler helfender Hände, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben, freut sich die Meininger Jugend schon heute auf ein Wiedersehen im Ältestenbezirk Bamberg im Jahr 2009.