Erinnerungen an ein besonderes Wochenende

Am ersten Samstag im September brach die Jugend des Bezirkes Gera in Richtung Westthüringen auf. Mit dem Ziel Eisenach und einiger Vorfreude im Gepäck machte man sich auf den langen Weg, um sich in der dortigen Kirche mit der Jugend des Bezirkes Gotha zu treffen.

Am Samstag, dem 6. September 2008 brach die Jugend des Bezirkes Gera in Richtung Westthüringen auf. Mit dem Ziel Eisenach und einiger Vorfreude im Gepäck machten wir uns auf den langen Weg, um uns in der dortigen Kirche mit der Jugend des Bezirkes Gotha zu treffen.

Nachdem wir von Bischof Matthes und den Organisatoren herzlich empfangen und kurz eingewiesen worden waren, gab es erst einmal eine Stärkung: belegte Brötchen, Kuchen und Getränke.

Anschließend machten wir uns auf zur Wartburg. Die Parkplatzsuche sowie der Aufstieg waren nicht ganz ohne, aber oben angekommen hatte sich die Mühe schon aufgrund der fantastischen Aussicht gelohnt! Wir wurden in zwei Gruppen eingeteilt, bevor die Führungen auf der Wartburg begannen. Eine Führung wurde mit einer Gesangseinlage gekrönt. Wunderschöne Architektur und Wandverzierungen, Mosaike und Aussichten hinterließen einen großartigen Gesamteindruck von dem Ort, wo Geschichte buchstäblich geschrieben wurde. Allerdings suchte man vergeblich nach dem Tintenfleck an der Wand, den das Fässchen, das Luther gegen den Teufel warf, hinterließ.

Den weiteren Nachmittag und den Abends verbrachten wir alle im Jugendzentrum (Clubhaus) von Ruhla. Nach dem Abendessen - es gab Thüringer Bratwürste und Fischbrötchen - begann die Bezirksjugendstunde mit den Themen Schöpfungsgeschichte, Ewigkeitsbereich, außerkirchliche Partnerschaften und Offenbarung. Manche Frage wurde bewegt, nicht immer konnte eine hundertprozentige Antwort gegeben werden. Eine besondere Atmosphäre war erlebbar, als unser Bischof alle bat, niederzuknien, um gemeinsam Gott für alles zu danken.

Wir übernachteten bei Ruhlaer Gastfamilien, die uns herzlich aufnahmen und versorgten.

Der Jugendgottesdienst am Sonntagmorgen, dem der Bischof das Wort 2. Chronik 16, aus 9 "Denn des Herrn Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind" zugrunde legte, gestaltete sich als besonderes Highlight. Humorvoll berichtete Bezirksevangelist Wittich ein aktuelles eigenes Erleben: Er hatte nämlich seine Sonntagsschuhe zu Hause vergessen, was seiner Meinung nach nur passieren konnte, weil seine Ehefrau bei seiner Abreise am Samstag nicht zugegen war. Als Übernachtungsgast beim Ruhlaer Vorsteher lag es nahe, sich bei ihm Schuhe für den Gottesdienst am Sonntag zu leihen. Diese "Vorsteher-Schuhe", so der Bezirksevangelist, passten ihm noch sehr gut, hingegen seien die eigenen "Bezirksevangelisten-Schuhe" noch zu groß.

Nachdem wir mit gepackten Sachen von unseren Gastfamilien wieder im Jugendzentrum angekommen waren, wurde uns vor der Abreise eine leckere Soljanka serviert.

Angefüllt mit vielen schönen Eindrücken und Gefühlen traten wir danach die Heimreise an.

M.R.

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