Letzte Konfirmandenstunde in Ruhla

Zur letzten Konfirmandenstunde trafen sich die Konfirmanden der Kirchenbezirke Gotha und Meiningen mit ihren Eltern und Konfirmandenlehrern in der Kirche Ruhla.

Zur letzten Konfirmandenstunde trafen sich am 29. März 2009 die Konfirmanden der Kirchenbezirke Gotha und Meiningen mit ihren Eltern und Konfirmandenlehrern in der Kirche Ruhla.

Zwölf Konfirmanden saßen im Kreis zusammen, gemeinsam mit dem Bezirksältesten Voigt und Priester Hoffmann, dem Kinderbeauftragten des Bezirkes Gotha. "Es ist für mich ein so schönes Bild, wenn wir hier im Kreis auf Augenhöhe zusammen sitzen können und unsere Eltern, Konfirmandenlehrer und Vorsteher sind uns fühlbar nahe", sagte der Bezirksälteste einleitend und wies dann auf die Begegnung der Emmausjünger mit dem Herrn hin. Das Gespräch am kleinen Tisch in der Herberge war für die Jünger sehr bedeutsam. So ist es für uns alle wichtig, gemeinsames Erleben zu haben. Auch unsere Konfirmanden brauchen viele "Tischgespräche" in der Familie und in den Gemeinden, mit Freunden.

Nun wurde den Konfirmanden eine gekürzte Nacherzählung aus "Der Kleine Prinz" von Antoine de Saint Exupéry vorgelesen. Sie zeigt in besonders schöner Weise, was es heißt, Verantwortung für etwas oder für den anderen zu übernehmen. Antoine de Saint Exupéry schrieb sie in Anlehnung an das Buch "Der Kleine Prinz". Zu folgenden Erkenntnissen wurden die Konfirmanden auf Grundlage der Erzählung in Form eines Gesprächs geführt:

Die Worte des Fuchses zum kleinen Prinzen waren, dass man nur mit dem Herzen gut sieht; alles Wesentliche ist für das Auge unsichtbar und du bist für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
Wenn der kleine Prinz sich mit dem Fuchs vertraut gemacht hat, dann liegt darin das Geheimnis der Liebe. Für den Fuchs ist der Prinz dadurch zum Freund geworden.
Die Rose war für den kleinen Prinzen etwas ganz Besonderes, weil er sie umsorgte, schützte, weil er Verantwortung für sie trug. - Für jemand anderen war sie einfach eine Rose.
Der Blick mit dem Herzen verändert jede Beziehung. Jeder Mensch ist es wert, dass wir genauer hinsehen und aufmerksamer hinhören. Denn so geht Gott auch mit uns um.
Erst, wenn man sich näher mit einem Menschen beschäftigt; erst, wenn man nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Herzen hinschaut, dann entdeckt man auf einmal ganz Überraschendes an ihm, womit man nie gerechnet hätte.

Der Wunsch des Bezirksältesten an die Konfirmanden war nach dem Gespräch, dass sie sich immer mehr vertraut machen mögen mit ihrem Glauben, mit der Heiligen Schrift, mit ihrer Gemeinde.

Ein Ensemble aus Querflöte und Gitarre erfreute die Zuhörer mit schöner Musik.

Danach sprachen Priester Hoffmann und die Konfirmanden über Herkunft und Sinn der Konfirmation. Dem Teufel zu entsagen, Gott und seinem Sohn Jesus Christus treu zu bleiben und sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen, ist nicht einfach ein Versprechen, sondern aus Liebe zu Gott und zur Kirche Christi ein Gelübde von Herzen.

Bezirksältester Schneider fasste am Schluss das gemeinsam Erarbeitete zusammen und beendete die Stunde mit Gebet. Schöne Gespräche ergaben sich danach bei einem liebevoll zubereiteten Imbiss. Anschließend traten alle den Heimweg an.

Text: M.P., Fotos: J.F.

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